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BIOGRAPHIE RUDOLF-AUGUST OETKER

Rudolf-August Oetker wurde am 20. September 1916 als Sohn des Unternehmers               Dr. Rudolf Oetker und seiner Frau Ida in Bielefeld geboren. Er absolvierte nach dem Abitur am heutigen Bielefelder Ratsgymnasium eine Banklehre bei der Vereinsbank in Hamburg und trat 1941 in die Geschäftsleitung der Dr. August Oetker Nährmittelfabrik ein.

Nachdem seine Familie 1944 bei einem schweren Bombenangriff auf Bielefeld ums Leben gekommen war, übernahm er mit 28 Jahren die Unternehmensleitung. Er trieb die Entwicklung der Firma voran, indem er sich neben dem Nahrungsmittelgeschäft auch auf anderen Geschäftsfeldern betätigte.

1981 zog er sich mit 65 Jahren aus dem Tagesgeschäft zurück und übergab die Leitung der Oetker-Gruppe an seinen ältesten Sohn Dr. h. c. August Oetker. Als Vorsitzender des Beirats der Dr. August Oetker KG begleitete er die Aktivitäten der Gruppe bis zu seinem Tod im Januar 2007.

Rudolf-August Oetker, dessen Interesse immer auch der Kunst galt, stiftete seiner Heimatstadt 1968 die Kunsthalle, die nach Plänen des amerikanischen Architekten Philip Johnson erbaut wurde. Bereits im Jahr 1927 hatte seine Großmutter Caroline der Stadt Bielefeld eine Konzerthalle gestiftet zum Gedächtnis an den im März 1916 vor Verdun gefallenen Dr. Rudolf Oetker, den Sohn des Firmengründers.

Neben Kunst und Kultur lagen der Familie aber auch soziale Belange am Herzen. So wurde 1995 das Caroline Oetker Stift eröffnet, eine Seniorenresidenz, die sich auf dem ehemaligen Familiengrundstück am Johannisberg befindet.

Seit 1998 werden Anfragen aus den Bereichen Kunst, Kultur und Wissenschaft in der Rudolf-August Oetker-Stiftung gebündelt. Die Ida und Richard Kaselowsky-Stiftung wurde im Jahr 2000 gegründet und trägt dem sozialen Engagement der Familie Oetker Rechnung. Beiden Einrichtungen voraus ging die Dr. August Oetker-Stiftung, die sich bereits seinerzeit auf den genannten Gebieten betätigte und Mitte der 1990er Jahre aufgelöst wurde.