Dr. Oetker Stories
Bei Dr. Oetker werden 54 % des Energieverbrauchs in unseren Produktionsstätten für Pizza, Kuchen und Desserts durch erneuerbare Energien gedeckt. Ein Überblick über die Maßnahmen.
11.11.2024 • Nachhaltigkeit Our World
Wir haben uns kürzlich der Initiative „Science Based Targets“ (SBTi) angeschlossen haben und uns damit zu wissenschaftlich fundierten Klimazielen sowie zur kontinuierlichen Berichterstattung gemäß den Kriterien dieses weltweit anerkannten Netzwerks verpflichtet haben. Ein Teil unseres Commitments bezieht sich auf die Nutzung erneuerbarer Energien.
Bei Dr. Oetker beziehen wir den Strom an unseren Standorten bereits ausschließlich aus erneuerbaren Energien – unter anderem aus unseren Photovoltaikanlagen an 19 Standorten weltweit. Im Jahr 2025 haben wir mit unseren Anlagen 20 Gigawatt selbst erzeugten Strom produziert, was dem Stromverbrauch von mehr als 5.000 deutschen Haushalten entspricht.
Die SBTi ist eine gemeinsame Initiative der globalen gemeinnützigen Organisation Carbon
Disclosure Project (CDP), des UN Global Compact, des World Resources Institute (WRI) und des World Wide Fund for Nature (WWF). Sie wurde 2015 ins Leben gerufen, um Unternehmen dabei zu unterstützen, Emissionsreduktionsziele im Einklang mit der aktuellen Klimawissenschaft und den Zielen des Pariser Abkommens festzulegen, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.
Je weniger Energie wir verbrauchen, desto kleiner ist die Herausforderung in Summe.
10 % weniger Energieverbrauch an einer Pizzalinie im Werk Wittenburg – das ist das Ergebnis eines intensiven Prozesses, bei dem das Team die Einstellungen des Pizzaofens optimiert hat. „Eine optimierte Einstellung aller Klappen im Ofen führte dazu, dass wir die Temperatur in der Brennkammer deutlich reduzieren und damit Energie einsparen konnten“, erklärt Haucke Hack, Executive Manager Engineering. Und sein Kollege Dave Grimm, Lean Project Manager Harmonisation & Manufacturing Excellence, ergänzt: „Zusammen mit unserem Automatisierungsteam haben wir noch eine Stand-by-Funktion integriert, die anspringt, sobald für 30 Sekunden keine Pizza in den Ofen kommt. Plus: Die Pizza backt bei längerer Backzeit, aber niedrigeren Temperaturen besser aus – auch damit sparen wir Energie.“
Mehrere Wärmepumpen sind bereits im Werk Wittlich im Einsatz. Mit einer sparen wir Energie clever ein. „Seit Ende 2023 nutzen wir beispielsweise die Prozessabwärme unserer Froster, um mithilfe einer Wärmepumpe Heißwasser zu erzeugen”, berichtet Hans-Dieter Husch, Senior Executive Manager Manufacturing Unit Wittlich/Werkleiter, Plant Wittlich. „Mit dem heißen Wasser heizen wir das Gebäude und stellen Warmwasser bereit.”
In den letzten Jahren wurden mehrere Tausend Solarmodule an unseren Gebäuden und auf Werksgeländen installiert – und es werden immer mehr.
Das Gas, das wir in unseren Pizzawerken verwenden, wird zu 30–40 % dafür verwendet, Wasser zu erhitzen – beispielsweise für die Reinigung unserer Werke oder die Heizung der Gebäude. Wärmepumpen wandeln in unseren Werken in Wittlich, Wittenburg und Lebcz Abwärme anstelle von Gas in heißes Wasser um. Ein weiterer Ansatz ist der Einsatz von Hybridöfen in der Produktion in unserem Werk in Wittenburg anstelle von Gasöfen. Diese
werden – je nach Anwendung – mit selbst erzeugtem erneuerbarem Strom betrieben.
Erleichtert wird das Vorhaben, wenn wir unsere selbst generierte erneuerbare Energie speichern können. So müssen wir nicht an sonnigen oder auch windigen Tagen alle Energie nutzen, sondern können “vorproduzieren”. Das gewährleisten wir derzeit durch übliche Stromspeicher.
Fossile Brennstoffe wie Erdgas, Erdöl oder Kohle sind begrenzt auf der Erde vorhanden. Wenn wir sie verbrennen, geben sie Energie frei – aber auch Kohlenstoffdioxid (CO2). Das CO2 sammelt sich in einer Schicht um die Erde an, was dazu führt, dass es auf der Erde immer wärmer wird – es beschleunigt also den Klimawandel. Erneuerbare Energiequellen wie Wind- oder Sonnenenergie sind hingegen unbegrenzt verfügbar und verursachen kein CO2.
Katharina Ahnepohl
Pressesprecherin Nachhaltigkeit
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