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Unverwechselbare Präsenz

Von Zeitungsanzeigen, über Werbewagen bis hin zu innovativen Produktideen – ein Blick zurück in die Unternehmensgeschichte zeigt, dass bereits für Firmengründer Dr. August Oetker stets der Kunde im Mittelpunkt seines Denkens stand. Mit einfallsreichen Werbemethoden gelang es ihm, der Marke Dr. Oetker eine bis heute unverwechselbare Präsenz zu verleihen.

 

Dr. August Oetker bewies von Anfang an das richtige Gespür für die Vermarktung seiner Produkte. Bereits die ersten Backpulver-Tütchen ließ er auf der Rückseite mit wertvollen Rezeptideen bedrucken, die dem Verbraucher praxisnahe Produktinformationen boten. Diese Werbemaßnahme ergänzte er durch Anzeigen in regionalen Tageszeitungen und Haushaltsblättchen. Zusätzlich verfasste er Rezepthefte und verschickte diese an interessierte Kunden und Einzelhändler. Im Jahr 1911 kam das bis heute weit verbreitete „Dr. Oetker Schulkochbuch“ auf den Markt. Im Mittelpunkt August Oetkers Werbeaktivitäten stand von Anfang an der Leitsatz „Qualität ist das beste Rezept“. Hierin sah er den Schlüssel zum Erfolg:

„ICH MUSS WERBUNG FÜR MEINE FABRIKATE MACHEN, UM AUCH DEN HERANWACHSENDEN HAUSFRAUEN NICHT AUS DEM GEDÄCHTNIS ZU KOMMEN. DAS GUTE KANN GAR NICHT OFT GENUG WIEDERHOLT WERDEN, DAS SCHLECHTE VERBREITET SICH VON SELBST.“

Die rasante Entwicklung des Unternehmens erforderte 1908 den Aufbau einer eigenen Werbeabteilung, deren Aufgabe unter anderem darin bestand, Zeitungsanzeigen zu schalten und zu koordinieren sowie Informationsbroschüren und Plakate werbewirksam einzusetzen. Eine wichtige Rolle spielten in diesem Zusammenhang auch die Außendienstmitarbeiter, die insbesondere als kompetente Ansprechpartner für die Einzelhändler fungierten.

In den 1920er und 1930er Jahren griff die Unternehmensleitung auf neue Werbemittel und -formen, wie etwa Backvorträge, zurück. 1927 enstand in Berlin zudem eine Haushaltsschule, an der sich die Firma Henkel mit Waschkursen beteiligte. In der sogenannten "Oetker- und Persil-Schule" erhielten jährlich etwa 6.000 junge Mädchen und Hausfrauen zahlreiche Tipps rund um das Backen und Zubereiten von Speisen.

Als spektakuläre Ergänzung dienten die sogenannten Werbewagen in den Farben gelb und braun. Sie fuhren quer durch das Land und stellten den direkten Kontakt zu den Kunden sicher. Alle Werbewagen waren mit einer Küche ausgestattet und erlaubten die mobile Vorführung und Verkostung von Gebäck und Süßspeisen. Bis zu 1.500 Kostproben wurden so pro Werbeveranstaltung an die Teilnehmer verteilt. Darüber hinaus wurde ein sogenannter Märchenwagen eingesetzt, der mit leckerem Pudding die Träume vieler Kinder wahr werden ließen. Wenig später überzeugten speziell konzipierte Filmwagen mit interessanten Produktpräsentationen.

Auch Preisausschreiben, Werbegeschenke und Ausstellungen waren bei den Verbrauchern sehr beliebt. Bis in die 1930er Jahre investierte das Unternehmen jährlich in bis zu 180 Ausstellungen. Hier erhielt der Verbraucher einen Mix aus Produktinformationen in Form von Vorträgen und Filmvorführungen, Prospekten sowie leckeren Kostproben. 

In den darauffolgenden Jahren nutzte das Unternehmen zahlreiche Hörfunk- und Fernsehspots für seine imageorientierte Werbung. 1956 wurde der erste Dr. Oetker Radiospot mit der Werbefigur „Frau Renate“ geschaltet. Zudem gelang es Dr. Oetker seinen Produkten immer wieder ein aktuelles werbewirksames Profil mit einem einprägsamen Verpackungslayout zu verleihen. Bis heute sind die Kundenbindung und das Direktmarketing wichtige Bestandteile der Werbephilosophie von Dr. Oetker.

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